Grundlagen des Islamischen Finanzwesens

Die Definition der Islamischen Wirtschaft ist die Gesamtheit aller Einrichtungen und Handlungen die im Rahmen der islamischen Ethik liegen und der planvollen Befriedigung der Bedürfnisse dienen.

Den Rahmen der islamischen Ethik bilden Wahrhaftigkeit, Ehrlichkeit und Barmherzigkeit, wobei das gesamte wirtschaftliche Handeln im Rahmen der Barmherzigkeit liegt.

In der Sure 55, „Der Gnadenvolle (Ar-Rahmán)“, steht im Vers 8 „Dass ihr das Maß nicht überschreiten möget.“ und im Vers 9 „So macht gerechtes Maß und kürzt das Maß nicht.“

In der Sure 26, „Die Dichter (Ash-Shuará)“, steht im Vers 181 „Gebt volles Maß und gehöret nicht zu denen, die weniger geben“, im Vers 182 „Und wägt mit rechter Waage“ und im Vers 183 „Und vermindert den Menschen nicht ihr Gut und handelt nicht verderbt im Lande, Unheil anrichtend“   Im Buch Sahih Muslim, Hadith 102, steht „Derjenige der betrügt ist nicht von uns“.

Prinzipiell haben die Muslime eine allgemeine Erlaubnis zum Wirtschaften, unter den oben genannten ethischen Maßstäben. Nach der islamischen Lehre wurde Alles verboten was gegen diese ethischen Maßstäben verstößt. Darunter fallen Wucher, bzw. Zinsen, und Spekulation.

Bei der islamischen Wirtschaft handelt es sich um eine Realwirtschaft, vereinfacht heißt das, es müssen reell existierende entweder Gegenstände oder Dienstleistungen für oder hinter einem Wert stehen und es darf keinen Wert ohne Bezug auf eine Materie bzw. Dienstleistung geben.

Nach der islamischen Judikatur gibt es kein Bewertung, also ein reelles Wert für die Bewertung selbst

Das was noch nicht existiert, sei es physikalisch oder als Dienstleistung, darf keiner Bewertung zugeschrieben werden.Zum Beispiel kann darf man Fische im Meer anbieten. Unabsehbare Risiken sind im Islam verboten.

Gelder bzw. Vermögen müssen nach den islamischen Vorgaben immer im Umlauf sein um den wirtschaftlichen Kreislauf zu beleben.